Willingmann begrüßt Kohle-Kompromiss: „Jetzt Strukturentwicklung vorantreiben“

Einigung in Berlin: Kraftwerk Schkopau soll erst Ende 2034 vom Netz gehen.

 

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann sieht den jetzt gefundenen Kompromiss zur Stilllegung der Kohlekraftwerke in Deutschland positiv: „Für einen erfolgreichen Strukturwandel im mitteldeutschen Revier braucht es vor allem drei Dinge: eine kluge, langfristige Strategie aus und für die Region, erhebliche finanzielle Unterstützung des Bundes sowie belastbare Planungssicherheit. Wer heute hü und morgen hott sagt, kommt nicht voran und zerstört obendrein wichtiges Vertrauen, gerade bei den Menschen vor Ort.“

Deshalb sei es gut, dass für die Zukunft des Kohlekraftwerks Schkopau und der Beschäftigten sowie für die Versorgung des benachbarten Chemieparks und der Kommunen jetzt Klarheit herrscht. Willingmann: „Die Laufzeit bis Ende 2034 gibt uns wichtige Zeit, die Strukturentwicklung voranzutreiben. Dazu gehört für mich vor allem die Ansiedlung von Unternehmen, die gut bezahlte Arbeitsplätze im Revier schaffen. Hierfür werden wir auf Hochtouren die Rahmenbedingungen setzen.“

Der Minister zeigte sich auch erleichtert, dass der jetzt erzielte Kompromiss zur Abschaltung von Kohlekraftwerken den Interessen der verschiedenen Regionen gerecht wird: „Es ist gut, dass Ost und West beim Kohleausstieg nicht gegeneinander ausgespielt werden. Energiewende und Klimaschutzziele müssen gemeinsam gestaltet werden.“

Die Bundesregierung sowie die Kohle-Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hatten sich in der Nacht zu Donnerstag auf einen Fahrplan zur Stilllegung der Kohlekraftwerke geeinigt und damit auch einer möglichen früheren Abschaltung des Kraftwerks Schkopau eine Absage erteilt.