PM Stala Sachsen-Anhalt: Strom aus erneuerbaren Energien kam 2017 zu 62,3 % von Windkraftanlagen

Im Jahr 2017 wurden in Sachsen-Anhalt 14,1 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das waren 1,9 Mrd. kWh Strom mehr als im Jahr zuvor und entsprach einem Anstieg um +15,4 %. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung insgesamt betrug 53,0 % (Vorjahr: 50,8 %). Der entsprechende Wert für Deutschland lag bei 33,1 %. Mit einem Anteil von 62,3 % war die Windenergie der bedeutendste Energieträger in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Die positive Entwicklung bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gegenüber 2016 wurde von dem enormen Anstieg bei der Windkraft geprägt. Von 2 850 stromeinspeisenden Anlagen mit einer Leistung von 5 065,4 MW wurden 8,8 Mrd. kWh Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Dank des windreichen Jahres war ein Anstieg von 26,2 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Windkraftanlagen produzierten 2017 durchschnittlich an 1 737 Stunden Strom, das waren 301 Stunden mehr als im Jahr zuvor und der bisher höchste Wert. 

Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung insgesamt lag bei 33,0 % und hatte 2017 erneut den größten Anteil an der Stromerzeugung insgesamt in Sachsen-Anhalt. Dem gegenüber lag der Anteil der Braunkohle bei 25,8 % und der von Erdgas bei 15,2 %. 

Den 2. Platz beim Ranking der erneuerbaren Energien im Jahr 2017 belegte die Biomasse mit einem Anteil von 22,6 % und einer Stromerzeugung von 3,2 Mrd. kWh. Als Biomasse zur Stromerzeugung werden nachwachsende Rohstoffe, wie Holz, aber auch pflanzliche und tierische Abfälle, sowie Biogas eingesetzt. Der Anteil der Biomasse am Strommix Sachsen-Anhalts betrug 12,0 %. 

Die Photovoltaik hat sich zu einer wichtigen Stromquelle bei den erneuerbaren Energien entwickelt und lag mit einer Stromerzeugung von 2,0 Mrd. kWh bei einem Anteil von 13,9 % auf Platz 3. Zur Stromerzeugung insgesamt steuerte die Photovoltaik einen Anteil von 7,4 % bei.  

Des Weiteren trugen noch Wasserkraft sowie Deponie- und Klärgas zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei. 

Das Ziel der deutschen Regierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch zu steigern, d. h. bis 2025 auf 45 % und bis 2035 auf 60 %. Hierbei wird die inländische Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dem inländischen Strombedarf gegenübergestellt und rechnerisch ein Prozentwert ermittelt, der aussagt, wie viel des Strombedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden könnte.  

In Sachsen-Anhalt wird deutlich mehr Strom erzeugt als benötigt. Auf unser Bundesland übertragen, errechnet sich deshalb ein hoher Wert von 70,8 %. Damit wird in Sachsen-Anhalt bereits seit 3 Jahren die Zielsetzung für 2035 überschritten.  

Weitere Daten sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes verfügbar.