PM MULE ST: "Phönix" trägt zum Klimaschutz bei

Mit einem Buzzerdruck nahm am 30. Juni der neue Solarpark „Phönix“ der EVH GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, seinen Betrieb auf. Gemeinsam gaben die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert, der Oberbürgermeister der Stadt Halle, Dr. Bernd Wiegand sowie der Geschäftsführer der EVH GmbH, Olaf Schneider, den symbolischen Startschuss.

Mit der neuen Anlage zur Erzeugung Regenerativer Energie zahlen die Stadtwerke Halle (SWH) direkt auf das Klimaschutzkonzept der Stadt Halle ein. So fließt ein Teil des Sonnenstroms in die Versorgung der kommunalen Gebäude. Sie werden ab dem 1. Juli durch 100 Prozent Ökostrom versorgt.

Stadtwerke Halle erfüllen Klimaschutzkonzept mit Leben
Die Stadt Halle verfolgt ehrgeizige Klimaziele. Mit verschiedenen Maßnahmen soll bereits bis 2020 der CO2-Ausstoß gemindert, zukünftig Energie gespart und effizienter genutzt sowie erneuerbare Energien ausgebaut werden. Gemeinsam mit der Energie-Initiative Halle (Saale), einem Zusammenschluss von 26 halleschen Partnern und Partnerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie, treiben EVH und SWH zusammen mit der Stadt Halle die Energiewende vor Ort voran. Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert sagt: „Der Solarpark Phönix ist ein weiterer innovativer Beitrag zur Energiewende. Ich freue mich sehr, dass die Stadt Halle durch den erfolgreichen Abschluss einer weiteren Maßnahme ihres Klimaschutzkonzeptes eine wichtige Rolle in der Energiewende zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien einnimmt.“

Nach der Gründung der halleschen Energie-Initiative im Oktober 2016, der Inbetriebnahme des Wärmespeichers im September 2018, der Inbetriebnahme der Solarthermieanlage im Dezember 2019 sowie der fortschreitenden Modernisierung des Energieparks in der Dieselstraße ist der neue Solarpark ein weiterer wichtiger Meilenstein. Mit ihm zahlen die Stadtwerke Halle aktiv auf das Klimaschutzkonzept der Stadt Halle ein.

Symbol der Energiewende in Halle
Mit dem neuen Solarpark „Phönix“ geht eine weitere Anlage für erneuerbare Energien ans Netz. Die EVH GmbH trägt damit dem Wunsch der Stadt Halle Rechnung, mehr Erneuerbare-Energie-Anlagen zu errichten und zu betreiben. 32.200 Module liefern zukünftig bis zu 12.000 Megawattstunden Strom. Das entspricht dem Verbrauch von knapp 3.000 Haushalten. Gleichzeitig symbolisiert der Aufstellungsort die Energiewende in Halle selbst. Wo jetzt hochmoderne Photovoltaikmodule Richtung Sonne blicken und sauberen Strom produzieren, lagerten vorher die Aschereste des alten Kohlekraftwerks „Rudolf-Breitscheid“.

Kommunale Gebäude mit 100 Prozent Ökostrom
Olaf Schneider, Geschäftsführer der EVH GmbH, unterschrieb gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Halle, Bernd Wiegend, einen Vertrag, dass alle kommunalen Gebäude ab 1. Juli 2020 mit 100 Prozent Ökostrom versorgt werden. Die Inbetriebnahme von „Phönix“ macht das möglich. Auch damit hilft die EVH, die Maßnahmen des städtischen Klimakonzeptes umzusetzen.

Nachhaltig investieren mit der Bürgerbeteiligung der EVH
Die EVH beteiligt die Bürgerinnen und Bürger Halles direkt an allen Erneuerbare-Energien-Anlagen der EVH in Halle und Umland - natürlich auch am neuen Solarpark „Phönix“. Sie können ab dem 30. Juni pro Person bis zu 5.000 Euro investieren. Eine Zeichnung ist bereits ab einer Summe von 500 Euro möglich. EVH-Kundinnen und Kunden erhalten aus der Einlage jährlich 2,3 Prozent Zinsen, alle anderen 1,3 Prozent. Somit besteht die Möglichkeit, sich aktiv an der Energiewende regional zu beteiligen und diese zu fördern. Alle weiteren Informationen zur Zeichnungskampagne finden Interessenten auf der Beteiligungsplattform im Internet unter:https://buergerbeteiligung.evh.de/.

Energiehunger durch Regenerative decken
Bereits seit 2012 bekennt sich die EVH zum Ausbau Erneuerbarer Energien. Seitdem beteiligt sie sich an Gesellschaften der Trianel GmbH, einem Zusammenschluss von Stadtwerken in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Wie mit dem Solarpark „Phönix“ investiert die EVH auch selbstständig in den Ausbau von Photovoltaik. Zusammen mit der Stromproduktion in umweltverträglicher Kraft-Wärme-Kopplung soll so zukünftig der Energiehunger Halles mit regenerativer Energie gedeckt werden. Mehr zu den wichtigen Meilensteinen der EVH die Energiewende in Halle zu meistern, erfahren Sie in der Broschüre „Energiewende in Halle (Saale). Eine Stadt, eine Energie-Initiative, viele innovative Lösungen“.

Grüne Wärme - Ausblick
„Bis zum Jahr 2022 wollen wir die komplette Grundlast bei der Wärme dekarbonisieren. Das machen wir im ersten Schritt mit einer Großwärmepumpe und mit unserer 3,3 Megawatt-Solarthermieanlage in Halle-Trotha, die im Dezember 2019 in Betrieb genommen wurde. Als nächstes folgt das Projekt "Saale to heat", eine Großraumwärmepumpe in Halle-Trotha. Wir wollen aus dem Saalewasser die Energie entnehmen und in die Fernwärme einspeisen. Damit sind wir 2022 in der Grundlast schon dekarbonisiert. In der Mittellast wollen wir das bis 2030 schaffen mit einer "Power to heat"-Anlage am Standort Dieselstraße. Wir nutzen den erneuerbaren Strom, wandeln ihn in Wärme um und speisen ihn in das Fernwärmenetz ein. So haben wir die Mittellast bis 2030 bereits dekarbonisiert. Langfristig ist es unsere Aufgabe - unsere Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen basieren auf Erdgas - synthetisches Gas einzusetzen. Das ist Gas, das aus Erneuerbaren Energien über Elektrolyse erzeugt wird. Zuerst also die Wasserstoffproduktion, später Methanisierung, die zu 100 Prozent erneuerbar ist. Dies würden wir dann in unseren Gasturbinen einsetzen“, sagt Olaf Schneider, Geschäftsführer der EVH GmbH.