Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt vorgestellt

Strategie setzt auf klare Ziele und messbare Indikatoren

Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 durch die Vereinten Nationen in New York und dem Pariser Klimaabkommen im Jahr 2015 wurden weltweit Grundlagen zur Sicherung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Welt vereinbart. Ziel ist es, eine weltweite Nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Soziale, ökonomische und ökologische Belange werden gleichermaßen beachtet.

Der bereits 2011 veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht des Landes wurde unter Federführung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie unter Einbeziehung aller Ressorts komplett überarbeitet. In der Nachhaltigkeitsstrategie werden die langfristig geplanten Maßnahmen zur Erreichung der sektorübergreifenden Nachhaltigkeitsziele des Landes Sachsen-Anhalt in einem umfassenden auf das Jahr 2030 ausgerichteten strategischen Papier dargestellt. Die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt wurde an die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 angepasst. Neu in der Strategie ist zudem die Benennung konkreter Zielstellungen, die für Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar sind. In das Papier wurde zudem der Indikatorenbericht integriert. Darin werden für das Land konkrete Zielwerte benannt, um so die Ergebnisse der Maßnahmen belegen zu können.

Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert sagte zur Veröffentlichung: „Sachsen-Anhalt setzt bei der Umsetzung der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie auf klare und erreichbare Ziele, deren Erreichung anhand von Indikatoren gemessen werden kann. Am Indikatorenbericht können wir deutlich ablesen, wo wir stehen und was in Zukunft noch zu tun ist, damit sich Sachsen-Anhalt nachhaltig entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bildung und lebenslanges Lernen sind für mich Schlüsselfaktoren für das zukunftsorientierte Denken und Handeln. Damit sichern wir die Lebensgrundlagen und gleichzeitig die Zukunft unserer Enkel in unserem Land.“

„Wir haben noch viel zu tun“, ergänzt die Ministerin mit Blick auf die Klimakrise und das Artensterben. „Beispielsweise gelten aktuellen Schätzungen zufolge heute bereits 1293 Tier- und Pflanzenarten im Bereich des Landes Sachsen-Anhalt als ausgestorben oder verschollen. Untersuchung langfristiger Wetterdaten zeigen: die Klimaveränderungen sind längst angekommen: Die heißen Tage werden mehr und Wetterextreme werden häufiger. Für eine nachhaltige Entwicklung muss jetzt und heute jeder etwas tun.“

Die Regierung hat sich beispielsweise das Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren eine Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft auf circa 20 Prozent der Anbauflächen zu erreichen, um so die Artenvielfalt zu stärken und die Ressourcen zu schonen. Weiterhin soll im Zuge der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie spätestens bis zum Jahr 2027 der gute ökologische Zustand für alle Oberflächenwasserkörper (das heißt Fließgewässer- und Seenwasserkörper) erreicht werden. Ein weiteres Ziel der Landesregierung ist die weitere Reduzierung des Verdienstabstandes zwischen Frauen und Männern und damit die vollständige Angleichung der Bezahlung von Frauen und Männern in Sachsen-Anhalt.

Die Nachhaltigkeitsstrategie ist veröffentlicht unter: https://mule.sachsen-anhalt.de/umwelt/nachhaltigkeit/