Kaum neue Windräder im 1. Halbjahr 2019

Niedrigster Halbjahres-Zubau seit 1998, weiter kein Aufwärtstrend bei den Genehmigungen.

Die ersten sechs Monate waren das bislang schwächste Halbjahr des Windenergieausbaus in diesem Jahrtausend. Dies zeigt die Auswertung der im Marktstammdatenregister erfassten Inbetriebnahmezahlen: Zwischen Januar und Juni 2019 gingen lediglich 81 Windräder mit 271 Megawatt (MW) Leistung in Betrieb – ein Minus von fast 90 Prozent gegenüber dem Halbjahresdurchschnitt vorangegangener Jahre. In nur zehn Bundesländern wurden Windräder in Betrieb genommen, die meisten davon in Rheinland-Pfalz.

Die Zahl der neu erteilten Genehmigungen ist weiterhin deutlich zu niedrig, um die jährlichen Ausschreibungsvolumina bedienen zu können. Zuletzt zeigte sich sogar ein Rückgang bei den erteilten Bescheiden: Während im 1. Quartal 474 MW Windenergieleistung genehmigt wurden, waren es im 2. Quartal nur 294 MW. Nach wie vor ist kein Aufwärtstrend bei der Genehmigungslage in Sicht, die seit nunmehr zweieinhalb Jahren auf niedrigem Niveau verharrt.

Innerhalb des Netzausbaugebiets ist die Ausbau- und Genehmigungsentwicklung vergleichbar prekär wie im restlichen Bundesgebiet. Dort gingen im ersten Halbjahr 67 MW in Betrieb – ein Viertel der insgesamt realisierten Windenergieleistung. Auch der Anteil, der im Netzausbaugebiet existierenden Genehmigungen, liegt bei nur einem Viertel. Bezogen auf die 2019 bislang genehmigte Leistungsmenge liegt der Anteil im Netzausbaugebiet bei 19 Prozent.

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Quelle: Fachagentur Wind an Land