Haseloff begrüßt Einsetzung der Kohlekommission

„Der anstehende Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier ist eine immense Herausforderung, die nicht von den betroffenen Ländern allein bewältigt werden kann. Ich begrüße deshalb die Schaffung der Kommission ´Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung` durch die Bundesregierung. Es ist gut, dass die Kommission jetzt arbeitsfähig ist. Die Gestaltung des Strukturwandels duldet keinen Aufschub. Wie die Menschen in Sachsen-Anhalt erwarte ich, dass die Sache mit Schwung in Angriff genommen wird.“ Das erklärte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Halle beim Braunkohlentag des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV).

Solange in Deutschland jede vierte Kilowattstunde aus der Braunkohleverstromung bezogen werde, sei ein kurzfristiger Braunkohleausstieg nicht denkbar und schon gar nicht verantwortbar. Die Braunkohle sei eine Brücke in ein rein regeneratives Zeitalter, die Versorgungssicherheit und Grundlastfähigkeit garantiere, betonte  Haseloff.

 

Es könne Sachsen-Anhalt niemand nachsagen, das Land würde blind an alten Technologien festhalten. Es sei schon lange ein Vorreiter der Energiewende. 2016 seien im Land bereits 12 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt worden. Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung habe bei über 50 % gelegen. Bundesweit seien es nur 30 % gewesen, wies der Ministerpräsident auf die Leistungen seines Landes beim Ausbau der erneuerbaren Energien hin.

 

„In unserem Koalitionsvertrag ist das klare Bekenntnis enthalten, dass das jetzige Braunkohlerevier auch künftig Industriestandort bleiben soll. Wir sind in Sachsen-Anhalt erfahren im Gestalten von Veränderungen. Deshalb bin ich optimistisch, dass wir auch den Wandel in der Braunkohleregion im Süden unseres Bundeslandes bewältigen werden. Das kann aber nur gemeinsam mit allen Akteuren und Beteiligten gelingen“, hob der Regierungschef hervor.