Global führender Li-Ionen-Batteriekonzern Farasis will Batterie-Fabrik in Bitterfeld-Wolfen errichten

Sachsen-Anhalt setzt sich in europaweitem Standort-Wettbewerb durch

Der global führende Batteriehersteller Farasis Energy Inc. will in den kommenden Jahren in Bitterfeld-Wolfen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld eine Batteriezell-, Modul- und Packproduktion errichten. Das Unternehmen wird über seine neu gegründete Tochterfirma Farasis Energy Europe GmbH mehr als 600 Millionen Euro in das neue Werk investieren und mindestens 600 neue Arbeitsplätze im Endausbau schaffen. Ab Ende 2022 soll die Produktionskapazität kontinuierlich von anfänglich 6 auf 10 Gigawattstunden (GWh) jährlich für reine Elektrofahrzeuge erweitert werden. Ebenfalls begrüßt es Sachsen-Anhalt, dass die Farasis Energy Europe GmbH sich am Interessensbekundungsverfahren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für ein Vorhaben von gemeinsamen europäischem Interesse (IPCEI) im Bereich der Batteriezellfertigung beteiligt.

 

„Für den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt ist die Standortentscheidung und beabsichtigte Großinvestition von Farasis ein besonders wichtiger Ansiedlungserfolg“, freut sich Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. „Sachsen-Anhalt entwickelt sich zum Land der Zukunftstechnologien, bei uns nimmt die industrielle Elektromobilität Fahrt auf.“

 

Der Investitionsentscheidung vorausgegangen war ein europaweiter Standort-Wettbewerb. In Verhandlungsrunden unter zentraler Federführung des Wirtschaftsministeriums und Staatssekretär Dr. Jürgen Ude gelang es, die Vertreter des US-Konzerns vom Standort Sachsen-Anhalt zu überzeugen. „Es war wichtig, dem Investor sowohl Perspektiven für die Ansiedlung als auch für künftige Erweiterungen aufzuzeigen. Und unsere Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft im Lande zu verdeutlichen“, erläutert Ude.

 

„Mit der Ansiedlung entstehen neue hochwertige Arbeitsplätze, die damit einhergehende Wertschöpfung wird nachhaltig positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region entfalten. Und – so ist zu erwarten – auch Sogwirkung auf weitere Unternehmensansiedlungen haben“, so Minister Willingmann. „Davon profitiert der Wirtschaftsstandort, aber auch die Wissenschaftslandschaft in Sachsen-Anhalt.“

 

Farasis wurde 2002 in Kalifornien gegründet, beschäftigt derzeit mehr als 3.500 Mitarbeiter weltweit und betreibt Forschungszentren in den USA sowie in China. Derzeit bestehen zwei Fertigungswerke in Ganzhou und Zhenjiang (China). Damit ist Farasis der drittgrößte Hersteller von Batterien für Elektrofahrzeuge in China und der weltweit zweigrößte Anbieter von Batterien im Pouchzellenformat.

 

Das Unternehmen strebt nach eigener Aussage nach anhaltendem Wachstum und nachhaltiger Rentabilität, indem es seine Kunden bei der Produktdesign-Optimierung unterstützt, um mit der Lithium-Ionen-Technologie eine optimale Energiedichte (etwa achtfach höher als bei bisherigen Blei-Säure-Batterien) und Leistung bei maximaler Sicherheit zu erreichen.

 

Europa ist das nächste Ziel der phasenweisen Expansion des Unternehmens. In diesem Jahr wurde die Farasis Energy Europe GmbH mit Sitz in Stuttgart gegründet. Ein Team aus erfahrenen Batterieexperten hat seit Mitte vergangenen Jahres die Standortauswahl für die europäische Fabrik geleitet. „Wir haben uns auf vier Hauptgruppen von Entscheidungskriterien fokussiert, wobei für uns die Themen Standortqualität sowie Umweltschutz besondere Bedeutung hatten“, merkt Dr. Maik Cordes, Leiter des Business Development bei Farasis Europe, an. 

 

„Nach langer und intensiver Bewertung mehrerer dutzend Standorte in ganz Europa, sind wir nun davon überzeugt, dass Bitterfeld-Wolfen für den ersten europäischen Fertigungsstandort von Farasis das beste Gesamtpaket für die nachhaltige Herstellung von Li-Ionen-Batterien bietet“, fasst Sebastian Wolf, Geschäftsführer von Farasis Energy Europe, die Entscheidung zusammen.

 


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