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< Netz­be­t­rei­ber ent­hül­len Netz­aus­bau­plä­ne bis 2035
06.02.2017 Ka­te­go­rie: All­ge­mein

Elek­tro­mo­bi­li­tät stärkt Er­neu­er­ba­re

Ber­lin – Im Ver­kehrs­sek­tor sol­len Ver­b­ren­nungs­mo­to­ren in Zu­kunft durch Elek­tro­mo­to­ren er­setzt wer­den. In der stei­gen­den Strom­nach­fra­ge liegt ein ge­wal­ti­ges Zu­bau-Po­ten­zial für die er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en.   Ei­ne voll­stän­di­ge Um­stel­lung des Ver­kehrs­sek­tors auf die Elek­tro­mo­bi­li­tät bie­tet ein ge­wal­ti­ges Po­ten­zial für die er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en. Das geht aus dem jähr­li­chen Strom­p­reiss­ze­na­rio für Deut­sch­land bis 2050 her­aus, den das Ana­ly­se­haus En­er­gy Brain­pool ver­öf­f­ent­licht. Ins­ge­s­amt geht es um ei­ne zu­sätz­li­che Leis­tung von bis zu 63.000 Me­ga­watt (MW).

Mehr re­ge­ne­ra­ti­ve Strom­leis­tung durch elek­tri­schen Ver­kehr
Ei­ne kom­p­let­te Um­stel­lung des In­di­vi­dual­ver­kehrs in Deut­sch­land auf 100 Pro­zent Elek­tro­mo­bi­li­tät bis 2050 er­mög­licht ei­nen zu­sätz­li­chen Zu­bau von bis zu 63.000 MW So­lar- und Wind­e­n­er­gie­ka­pa­zi­tät. Zu die­sem Er­geb­nis kom­men die Au­to­ren des En­er­gy Brain Re­port 2017. Ge­gen­über dem Stan­dards­ze­na­rio, das ei­nen Zu­bau von 151.000 MW Wind­e­n­er­gie und 79.000 MW So­la­r­e­n­er­gie vor­sieht, sind wei­te­re 41.000 MW Wind­e­n­er­gie- und 22.000 MW So­la­r­e­n­er­gie­leis­tung er­for­der­lich, da­mit sich die CO2-Emis­sio­nen nicht nur von dem Ver­kehrs­sek­tor auf fos­si­le Kraft­wer­ke über­tra­gen.

Um­stel­lung auf Elek­tro­mo­to­ren hat kaum Aus­wir­kun­gen auf Strom­p­rei­se
In der Sum­me kön­nen die CO2-Emis­sio­nen des Pri­vat­ver­kehrs­sek­tors und der Stro­m­er­zeu­gung so bis 2050 um 70 Pro­zent ge­gen­über 2015 re­du­ziert wer­den. „Die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Mo­bi­li­tät ist ein ent­schei­den­der Fak­tor, um die Kli­ma­schutz­zie­le der Bun­des­re­gie­rung zu er­rei­chen. Un­se­re Mo­del­lie­rung zeigt, dass ei­ne voll­stän­di­ge Um­stel­lung auf Elek­tro­mo­to­ren im Pri­vat­ver­kehr bis 2050 kaum Aus­wir­kun­gen auf die Strom­p­rei­se hat. Die­se Form der Mo­bi­li­tät trägt da­mit ent­schei­dend zur kos­ten­güns­ti­gen De­kar­bo­ni­sie­rung bei“, sagt da­zu To­bias Kurth, Ge­schäfts­füh­rer bei En­er­gy Brain­pool.

En­er­gy Brain­pool er­s­tellt das Sze­na­rio auf Ba­sis ak­tu­el­ler Stu­di­en und Trends. Die Ent­wick­lung Deut­sch­lands ist da­bei ein­ge­bet­tet in den eu­ro­päi­schen Kon­text ei­nes lang­fris­ti­gen Um­baus zu ei­nem er­neu­er­ba­ren und emis­si­ons­ar­men En­er­gie­sek­tor.

Lang­sa­mer Aus­bau der Elek­tro­mo­bi­li­tät in Deut­sch­land
Der Aus­bau der Elek­tro­mo­bi­li­tät ver­läuft in Deut­sch­land bis­her al­ler­dings nur sch­lep­pend, das Ziel bis 2020 ei­ne Mil­li­on Elek­tro­au­tos auf deut­schen Stra­ßen zu se­hen ist noch in wei­ter Fer­ne. So wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr nur rd. 11.000 neue rei­ne Elek­tro­fahr­zeu­ge so­wie rd. 14.000 Plug-in-Hy­bri­de in Deut­sch­land zu­ge­las­sen.
Qu­el­le: IWR On­li­ne