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08.02.2017 Ka­te­go­rie: Wind­e­n­er­gie, Sach­sen-An­halt

Ener­con nimmt neue Schwach­wind-Tur­bi­ne in Be­trieb

Au­rich – Der deut­sche Her­s­tel­ler von Wind­e­n­er­gie­an­la­gen Ener­con hat den Pro­to­ty­pen ei­ner neu­en Schwach­wind-Tur­bi­ne in Be­trieb ge­nom­men. Es ist die er­trags­stärks­te Wind­e­n­er­gie­an­la­ge ih­rer Art.   Ener­con ist der Platz­hirsch im deut­schen Ons­ho­re-Wind­markt. Nun hat das Un­ter­neh­men aus Au­rich in Nie­der­sach­sen ei­nen neu­en An­la­gen-Pro­to­ty­pen für Schwach­wind­stand­or­te in Be­trieb ge­nom­men. Die Se­ri­en­fer­ti­gung soll noch 2017 star­ten.

Ener­con nimmt ers­te E-141 EP4 in Be­trieb
Ener­con hat die ers­te Wind­e­n­er­gie­an­la­ge vom Typ E-141 EP4 in Be­trieb ge­nom­men. Die Schwach­wind­tur­bi­ne ist für die Wind­klas­se III nach der Ka­te­go­ri­sie­rung der In­ter­na­tio­na­len Elek­tro­tech­ni­schen Kom­mis­si­on (IEC) aus­ge­legt und wur­de im thürin­gi­schen Cop­panz auf ei­nem Hy­brid­turm mit 129 Me­tern Na­ben­höhe er­rich­tet. In­zwi­schen hat der Pro­to­typ be­reits die ers­ten Ki­lo­watt­stun­den (kWh) Strom ins Netz ein­ge­speist. Wei­te­re Pro­to­ty­pen der E-141 EP4 wer­den der­zeit in Nie­der­sach­sen für ei­ne Mess­kam­pag­ne zu Zer­ti­fi­zie­rungs­zwe­cken er­rich­tet.

Mit ei­nem Ro­t­or­durch­mes­ser von 141 Me­ter ver­fügt die E-141 EP4 über das der­zeit längs­te Ons­ho­re-Ro­tor­blatt im Markt. An Stand­or­ten mit ei­ner mitt­le­ren Wind­ge­schwin­dig­keit von 6,5 Me­tern pro Se­kun­de er­war­tet Ener­con von der An­la­ge Jah­re­s­e­n­er­gie­er­trä­ge von mehr als 13 Mio. kWh. Da­mit ist die neue An­la­ge nach Un­ter­neh­men­s­an­ga­ben welt­weit die er­trags­stärks­te An­la­ge für Stand­or­te der Wind­klas­se III.

Ers­te Pha­se der EP4-Markt­ein­füh­rung ab­ge­sch­los­sen

Die neue E-141 EP4 ba­siert auf der 4 Me­ga­watt(MW)-Platt­form von Ener­con, auf der auch die E126 EP4 für mitt­le­re Stand­or­te der Wind­klas­se IIa auf­baut. Bei­de An­la­gen­ty­pen ver­fü­gen über ei­ne Nenn­leis­tung von 4,2 MW. „Mit der In­be­trieb­nah­me der ers­ten E-141 EP4 sch­lie­ßen wir die ers­te Pha­se der EP4-Markt­ein­füh­run­g­opti­mal ab“, sagt EP4-Pro­gramm­lei­ter Ar­no Hil­de­brand. Zwei Pro­to­ty­pen der E-126 EP4 hat das Un­ter­neh­men be­reits in Be­trieb ge­nom­men.

Im Früh­jahr 2017 soll die Se­ri­en­pro­duk­ti­on so­wohl der E-126 EP4 als auch der E-141 EP4 be­gin­nen. Das Un­ter­neh­men er­war­tet, im lau­fen­den Jahr rund 150 Se­ri­en­ma­schi­nen der EP4 zu er­rich­ten, da­von et­wa 80 vom Typ E-141 EP4.

Ener­con ist größ­ter Play­er im Deut­schen Wind­markt
Ener­con war lan­ge Zeit der un­be­s­trit­te­ne Platz­hirsch im deut­schen Wind­e­n­er­gie­markt, noch 2013 stamm­te et­wa je­de zwei­te Ons­ho­re-Wind­e­n­er­gie­an­la­ge von den Au­ri­chern. Bis 2015 sank der Mark­t­an­teil an Land zwar auf 37 Pro­zent, liegt da­mit aber im­mer noch deut­lich vor dem zweit­plat­zier­ten Ve­s­tas (21 Pro­zent). Ener­con kon­zen­triert sich aus­sch­ließ­lich auf die Wind­e­n­er­gie an Land und ist im Offs­ho­re-Sek­tor bis­lang nicht ak­tiv.
Qu­el­le: IWR On­li­ne